CSRD-Checkliste: In 7 Schritten zum prüffähigen Nachhaltigkeitsbericht
Die CSRD verlangt einen strukturierten Nachhaltigkeitsbericht nach den ESRS — inklusive doppelter Wesentlichkeitsanalyse und externer Prüfung. Ohne klares Vorgehen wird das Projekt schnell unübersichtlich, weil die ESRS eine große Zahl möglicher Datenpunkte umfassen.
Diese Checkliste führt Sie in sieben Schritten von der Pflichtprüfung bis zum digitalen Tagging. Sie eignet sich für berichtspflichtige Unternehmen ebenso wie für KMU, die sich mit dem freiwilligen VSME-Standard auf Lieferkettenanfragen vorbereiten. Beginnen Sie mit der Klärung Ihrer Berichtspflicht.
Ihre Checkliste
- 1Berichtspflicht klären: Anhand des nationalen Umsetzungsgesetzes prüfen, ob und ab wann Ihr Unternehmen berichtspflichtig ist — oder ob Sie sich freiwillig nach VSME vorbereiten.
- 2Doppelte Wesentlichkeit analysieren: Bewerten, welche Nachhaltigkeitsthemen finanziell wesentlich sind und wo Ihr Unternehmen wesentliche Auswirkungen hat — das bestimmt die zu berichtenden Datenpunkte.
- 3Datenlücken erheben: Für die wesentlichen ESRS-Themen prüfen, welche Kennzahlen (z. B. Emissionen, Energie, Beschäftigtendaten) bereits vorliegen und wo Daten fehlen.
- 4Datenerhebung aufsetzen: Verantwortlichkeiten, Quellen und Methoden festlegen, damit Kennzahlen nachvollziehbar und wiederholbar ermittelt werden.
- 5Bericht strukturieren: Angaben nach den ESRS gliedern und in den Lagebericht integrieren; Herleitungen und Annahmen prüffähig dokumentieren.
- 6Prüfung einbinden: Den externen Prüfer frühzeitig einbeziehen, um Anforderungen an Nachweise und Datenqualität rechtzeitig zu erfüllen (limited assurance).
- 7Digitales Tagging vorbereiten: Den Bericht im geforderten maschinenlesbaren Format aufbereiten, damit die Offenlegung den technischen Vorgaben entspricht.
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Wo fange ich bei der CSRD-Umsetzung an?
Mit zwei Schritten: der Klärung, ob und ab wann Sie berichtspflichtig sind, und der doppelten Wesentlichkeitsanalyse. Erst deren Ergebnis legt fest, welche der zahlreichen ESRS-Datenpunkte für Sie überhaupt relevant sind — das verhindert, dass Sie unnötig Daten erheben.
Welche Kennzahlen werden am häufigsten benötigt?
In der Praxis stehen Treibhausgasemissionen und Energieverbrauch, Angaben zu Beschäftigten und Arbeitssicherheit sowie grundlegende Governance-Informationen im Vordergrund. Wer diese Daten sauber aufbereitet, deckt einen Großteil typischer Kundenanfragen ab.
Was ist der VSME-Standard für KMU?
Der VSME (Voluntary Standard for SMEs) ist ein freiwilliger, schlanker Berichtsstandard für nicht kapitalmarktorientierte KMU. Er bündelt die üblicherweise abgefragten ESG-Kennzahlen in handhabbarem Umfang und dient als gemeinsame Sprache gegenüber Großkunden und Banken.